Abdul El-Sayeds Wortwechsel am Wahlabend mit James Matthews, dem US-Korrespondenten von Sky News, ist im Vereinigten Königreich auf Kritik gestoßen, nachdem sich ein Clip des Aufeinandertreffens auf X weit verbreitet hatte. Dem Bericht zufolge wurde das Video mehr als 6,5 Millionen Mal angesehen.

Matthews stellte El-Sayed nach dessen Sieg über Mike Rogers in Michigan Fragen. El-Sayed fragte den Reporter zunächst, ob er in dem Bundesstaat wahlberechtigt sei. Als Matthews verneinte, erwiderte El-Sayed: „Warum sollte ich mich dann mit Ihnen unterhalten wollen?“

Matthews sagte, er berichte über eine Wahl, deren Folgen über die Vereinigten Staaten hinausreichten. El-Sayed entgegnete, er werbe nicht um Stimmen im Vereinigten Königreich und die Ansichten oder Fragen des Reporters interessierten ihn nicht. Dann klatschte er in die Hände, legte beide Hände auf Matthews’ Schultern und forderte ihn auf, ihm nicht weiter zu folgen. Matthews erwiderte, er stelle Fragen und verfolge ihn nicht.

Britische Journalisten kritisierten El-Sayeds Verhalten. Piers Morgan nannte es „erbärmlich“ und herablassend, während Alex Crawford, Sonderkorrespondentin von Sky News, Matthews dafür lobte, relevante Fragen zu stellen und die internationale Bedeutung der Wahl zu erläutern. Tim Shipman, Politikredakteur bei The Spectator, verurteilte den Wortwechsel ebenfalls und verglich El-Sayeds Umgang mit dem Reporter mit Donald Trumps Umgang mit Journalisten.

Dem Bericht zufolge wird El-Sayed nach seinem Sieg über Rogers in Michigan der erste muslimische Senator der Vereinigten Staaten.

Quellen: Deadline.