Die Demokraten gewannen bei den US-Zwischenwahlen Rennen auf allen Ebenen, während in Wahlkämpfen noch Stimmen ausgezählt wurden, deren Ergebnisse der Partei eine Mehrheit von 75 Sitzen im Repräsentantenhaus und mindestens 54 Sitze im Senat bescheren könnten, wie aus den im Bericht beschriebenen Ergebnissen hervorgeht. Die Wahl brachte außerdem eine Reihe historischer Premieren hervor, darunter auch in Bundesstaaten, in denen die Republikaner traditionell stark sind.
Keisha Lance Bottoms, die frühere Bürgermeisterin von Atlanta, wurde als erste Schwarze Frau zur Gouverneurin gewählt. Sie besiegte den Republikaner Rick Jackson mit deutlichem Vorsprung. In ihrer Siegesrede dachte Bottoms an ihre Ururgroßmutter, die 1845 geboren wurde, und sagte, sie stehe „auf Schultern aus Stahl“.
Der Abgeordnete aus New Hampshire, Chris Pappas, wurde als erster offen schwuler Mann in den US-Senat gewählt. Er besiegte den Republikaner John E. Sununu mit deutlichem Vorsprung. In seiner Siegesrede sprach Pappas über seinen Ehemann und sagte, er fühle sich glücklich, mit einem Mann verheiratet zu sein, den er liebe.
Abdul El-Sayed wurde nach einem mit großer Aufmerksamkeit verfolgten Wahlkampf als erster Muslim in den Senat gewählt. In seiner Siegesrede bezog er sich darauf, dass Vizepräsident JD Vance ihn vereidigen würde, und reagierte auf Äußerungen von Vance und Präsident Donald Trump über ihn.
Zu den weiteren Meilensteinen gehörten die Wahl von Deb Haaland zur ersten indigenen Amerikanerin als Gouverneurin von New Mexico und die Wahl von Peggy Flanagan zur ersten indigenen Amerikanerin im Senat; sie gewann einen offenen Sitz in Minnesota.
Die Ergebnisse machten Xavier Becerra außerdem zum ersten Latino, der zum Gouverneur Kaliforniens gewählt wurde, und Gina Hinojosa zur ersten Latina, die zur Gouverneurin von Texas gewählt wurde. Amy Acton wurde Ohios erste Gouverneurin, während David Crowley Wisconsins erster Schwarzer Gouverneur sein wird. Annie Andrews wurde als erste Frau aus South Carolina in den Senat gewählt. Auf republikanischer Seite wurde Marsha Blackburn Tennessees erste Gouverneurin, und Byron Donalds wird Floridas erster Schwarzer Gouverneur sein.
Die Demokraten beendeten außerdem in mehreren Bundesstaaten lange Phasen ohne einen Sieg bei Senatswahlen. James Talarico wurde als erster Demokrat seit 1988 in den Senat von Texas gewählt, Andrews als erste Kandidatin ihrer Partei seit 1998 in den Senat von South Carolina und Adam Hamilton als erster Demokrat seit 1932 in den Senat von Kansas.
Quellen: Deadline.