„Ramayana Part 1“ kommt am 5. November weltweit in die Kinos und eröffnet eine zweiteilige Adaption des indischen Epos mit Ranbir Kapoor als Rama, Sai Pallavi als Sita und Yash als Ravana. Unter der Regie von Nitesh Tiwari vereint die Filmmusik erstmals A.R. Rahman und Hans Zimmer für einen indischen Film. T-Series veröffentlicht die Musik, Amazon Music ist Streaming-Partner.

Produzent Namit Malhotra sagt, das Projekt sei möglich geworden, als die erforderlichen Talente und die nötige Erfahrung im Filmemachen vorhanden gewesen seien. Eine Geschichte in diesem Maßstab zu adaptieren, beschreibt er angesichts der Bedeutung von Lord Ram für viele Menschen außerdem als eine Verantwortung. Malhotra produziert den Film mit Prime Focus Studios, gemeinsam mit Yashs Monster Mind Creations. Für die visuellen Effekte sind DNEG und ReDefine verantwortlich, Unternehmen aus Malhotras DNEG-Gruppe.

Für Malhotra beginnt der Weg zu einem internationalen Publikum mit Respekt vor dem Ausgangsmaterial. Er sagt, Hans Zimmer habe sich dafür interessiert, weshalb das Ramayana auch Tausende Jahre nach seinen Ursprüngen noch immer Anklang findet. Die Produktion bringt Künstlerinnen und Künstler aus verschiedenen Teilen der Welt zusammen. Ziel ist es, das indische Publikum stolz zu machen und zugleich Neulingen die Bedeutung der Geschichte näherzubringen.

Tiwari zufolge konzentriert sich sein Ansatz auf die Beziehungen, Gefühle und Entscheidungen der Figuren – neben der groß angelegten Inszenierung des Films. Da viele Zuschauerinnen und Zuschauer die wichtigsten Ereignisse des Epos bereits kennen, sieht er die emotionale Entdeckung darin, wie die Figuren darauf reagieren. Kleine Gesten und authentische Darstellungen seien wichtig, um den großen Szenen ihre Wirkung zu verleihen.

Die Musik gehörte von Anfang an zu Malhotras Vorstellung. Er sagt, er habe gewollt, dass Rahman und Zimmer gemeinsam einen neuen Klang entwickeln, der emotionale Vertrautheit mit zeitgenössischen Melodien verbindet. Die Filmmusik wurde mit einem Orchester in den AIR Studios in London aufgenommen. Tiwari sagt, die Musik richte sich danach, was eine Szene brauche: Manche Momente verlangten nach einer kraftvollen musikalischen Aussage, während andere von Zurückhaltung oder Stille profitierten.

Die Veröffentlichungen zum Soundtrack begannen am 14. September mit „Jai Jai Ram“, das anlässlich von Ganesh Chaturthi erschien. Malhotra sagt, die Songs sollten das Publikum schon vor dem Kinobesuch mit dem Film verbinden und den Zuschauerinnen und Zuschauern zugleich zusätzliche Bedeutung vermitteln, wenn sie ihnen in der Geschichte begegnen. Außerdem hofft er, dass die Musik das Interesse zwischen dem ersten Film und dem geplanten zweiten Teil aufrechterhalten wird.

Amazon Music baut seine Rolle in der indischen Filmmusik mit Live-Veranstaltungen und Albumveröffentlichungen aus. Das Unternehmen sagt, Musik in indischen Sprachen mache rund 70 % dessen aus, was seine Kundinnen und Kunden in Indien streamen. Zu „Ramayana“ veranstaltete es am 21. Oktober ein Event in Chennai, bei dem Rahman live auftrat und Kapoor, Pallavi und Yash mit auf der Bühne standen. Der Dienst veröffentlicht außerdem Kurzvideos, darunter „Decoding Ramayana with A.R. Rahman“, und hat eine Albumseite sowie vier von den Figuren inspirierte Playlists erstellt. Amazon Music zufolge erscheinen die Titel international zeitgleich mit ihrer Veröffentlichung in Indien.

Rishabh Gupta, Geschäftsführer von Amazon Music India, sagt, Streamingdienste beteiligten sich zunehmend am kulturellen Rollout von Filmmusik, statt Alben lediglich bereitzustellen. Das Unternehmen nutze Hör- und Streamingdaten, um zu verstehen, welche Songs beim Publikum Anklang finden. Über die Veröffentlichungsentscheidungen bestimmten jedoch weiterhin die Filmemacher und T-Series.

T-Series-Vorsitzender Bhushan Kumar beschreibt den Soundtrack als Versuch, die indischen Wurzeln des Epos zu würdigen und zugleich ein Musikerlebnis für ein zeitgenössisches und internationales Publikum zu schaffen. Amazon Music sagt, den Erfolg der Partnerschaft werde das Unternehmen daran messen, ob das Publikum auch nach der Startphase des Films immer wieder zum Album zurückkehrt.

Quellen: Variety.