Der US-Streamingmarkt ist stark fragmentiert: Laut einer Untersuchung von Parks Associates konkurrieren 275 abonnementbasierte Video-on-Demand-Dienste, 141 werbefinanzierte On-Demand-Dienste und 60 kostenlose, werbefinanzierte Streaming-TV-Plattformen um Zuschauer und Werbekunden. Der Streaming Video Tracker des Unternehmens führt außerdem 243 Premium-Abonnementdienste, 85 transaktionsbasierte Video-on-Demand-Angebote, 110 kostenlose werbefinanzierte Kanäle, 55 werbefinanzierte Abonnementtarife und acht virtuelle Multichannel-Anbieter auf. Diese Kategorien überschneiden sich, da Anbieter verschiedene Geschäftsmodelle kombinieren. Deshalb dürfen die Zahlen nicht zu einer Gesamtzahl eigenständiger Dienste addiert werden.

Das große Angebot setzt die Wirtschaftlichkeit des Streamings unter Druck. In dem Bericht zitierte Branchenumfragen zeigen, dass Haushalte, die früher sechs oder sieben Dienste abonnierten, inzwischen bei etwa drei angekommen sind. Gleichzeitig steigen die Inhaltskosten, die Werbeeinnahmen verteilen sich auf mehr Plattformen, und die Bereitschaft der Verbraucher, weitere monatliche Gebühren zu übernehmen, hat sich nicht weiter erhöht. Kleinere und mittelgroße Dienste könnten Schwierigkeiten haben, die Kosten für Programme, Technologie und Marketing zu decken und zugleich nachhaltige Erträge zu erzielen.

Parks Associates verfolgt vierteljährlich, welche Dienste eingestellt oder konsolidiert werden, wenn Unternehmen Marken umbenennen, Inhalte in größere Plattformen verlagern oder den Markt verlassen. Einige größere Betreiber haben Schwestermarken in einer einzigen App zusammengeführt oder Inhalte schwächerer Dienste übernommen. Dadurch müssen Verbraucher weniger separate Apps verwalten, während sich die Ausgaben auf weniger Unternehmen konzentrieren.

Der Bericht hält eine weitere Konsolidierung für möglich, wenn Dienste nicht genügend Abonnenten gewinnen und halten oder ihre Ausgaben für Inhalte nicht mit ihren Einnahmen in Einklang bringen können. Zu den Optionen zählen Fusionen, die Lizenzierung von Inhalten an größere Plattformen oder die Einstellung des Betriebs. Die größten Dienste vereinen den Großteil der Sehzeit und der Einnahmen auf sich, während für viele Nischen- und Zweitplattformen der Weg zur Rentabilität ungewiss bleibt.

Da Hunderte Dienste mit Abonnement-, Werbe- und kostenlosen Modellen am Markt tätig sind, verdeutlichen die Zahlen von Parks Associates, wie viele Anbieter um einen begrenzten Anteil der Verbraucherausgaben und Werbebudgets konkurrieren. Der Bericht legt nahe, dass die derzeitige Zahl an Angeboten möglicherweise nicht tragfähig ist und kleinere Plattformen in den kommenden Jahren Gefahr laufen, übernommen zu werden oder den Markt zu verlassen.

Quellen: Cord Cutters News.